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Denkspiele mit Elfe und Mathis

Aufgabentypen


Denkspiele mit Elfe und Mathis - Förderung des logischen Denkvermögens für Vor- und Grundschulkinder

Das Förderprogramm "Denkspiele mit Elfe und Mathis" ist die computerbasierte Fassung des Denktrainings für Kinder I (Klauer, 1989). Hierfür wurde das ursprüngliche Training komplett neu gestaltet und in eine zeitgemäße Form übertragen. Es fördert das schlussfolgernde (=induktive) Denken indem es Kinder anleitet, Regelhaftigkeiten und Beziehungen zu entdecken und zu analysieren. Induktives Denken ist in praktisch allen schulischen und wissenschaftlichen Bereichen grundlegend. Merkmalsvergleiche sind wichtig, um Begriffe zu bilden und voneinander zu unterscheiden. Relationsvergleiche dienen dem Auffinden von Regelhaftigkeiten. Da diese Fähigkeiten zum Analysieren, Vergleichen und Systematisieren in fast allen Schulfächern (Mathematik, Sprachen, Erdkunde, Geschichte, Biologie, Chemie...) unentbehrlich sind, bieten sie sich als Förderansatz geradezu an (Souvignier, 2003, S. 128; Klauer & Leutner, 2007, S. 299). Die Förderung des induktiven Denkens lässt dementsprechend nicht nur eine Steigerung der Intelligenz zu, sondern hat auch eine positive Wirkung auf schulische Leistungen.



Die Kernaufgaben des induktiven Denkens

Nach Klauer (1989) besteht induktives Denken im Prozess der Feststellung von Gleichheit und/oder Verschiedenheit von Merkmalen oder Relationen. In den Denkspielen mit Elfe und Mathis werden die folgenden sechs Aufgabentypen des induktiven Denkens trainiert:

Generalisierung

Generalisierung ist charakterisiert durch das Feststellen der Gleichheit von Merkmalen.

Die obige Abbildung zeigt zwei verschiedene Aufgabenformen der Generalisierung. Bei Klassen bilden besteht die Aufgabe darin, aus einer Menge von Objekten alle diejenigen auszuwählen, die ein gleiches Merkmal besitzen, während bei Klassen ergänzen die Klasse schon vorgegeben ist und lediglich ergänzt werden muss. Das gesuchte Merkmal ist in beiden Beispielen die Farbe der Klötzchen.



Diskrimination

Bei der Dikrimination geht es darum, Unterschiede zwischen Merkmal zu erkennen. In der Abbildung handelt es sich zum Beispiel bei allen Objekten um Gemüse außer bei der Erdbeere. Die Erdbeere passt also nicht zu den anderen.



Kreuzklassifikation

Bei der Kreuzklassifikation muss verstanden werden, dass Objekte sich hinsichtlich mancher Merkmale von anderen unterscheiden können, während sie hinsichtlich anderer Merkmale gleich sind. In der Beispielaufgabe zur Sechsfeldertafel sind in der oberen Reihe Kleidungsstücke dargestellt, die man bei kaltem Wetter anzieht, während in der unteren Reihe Sommerkleidung zu sehen ist. Die Spalten unterscheiden sich darin, zu welchem Körperteil das jeweilige Kleidungsstück gehört (Fuß, Rumpf, Kopf). Die Socke passt am besten zum Schuh in der oberen Reihe, da sie bei kaltem Wetter an den Fuß gezogen wird. Entscheidend ist nun, dass die richtige Lösung nur dann gefunden werden kann, wenn die Aspekte Außentemperatur und Körperteil gleichzeitig beachtet werden.



Beziehungserfassung

Bei der Beziehungserfassung geht es im Gegensatz zur Generalisierung und Diskrimination nicht um Merkmale, sondern um Relationen zwischen Objekten. Bei der dargestellten Aufgabe der Aufgabenform Folgen ordnen geht es beispielsweise darum, die richtige Abfolge des Zusammenbaus eines Spielzeugflugzeugs herauszufinden.



Beziehungsunterscheidung

Bei der Beziehungsunterscheidung ist eine bestimmte Relation zwischen Objekten vorgegeben, von der an einer Stelle abgewichen wird. Diese Stelle muss erkannt werden. In der dargestellten Aufgabe lautet z.B. die richtige Reihenfolge: Glas mit rotem Deckel, grüne Flasche, Glas mit blauem Deckel. An Position 6 und 7 (von links gesehen) sind die beiden Gläser aber vertauscht.



Systembildung

Bei der Systembildung geht es darum, nicht nur eine, sondern mehrere (in den Denkspielen mit Elfe und Mathis maximal zwei) Relationen gleichzeitig zu beachten. Ähnlich wie bei der Kreuzklassifikation kann ein Objekt hinsichtlich einer Relation zu anderen Objekten passen, hinsichtlich einer anderen aber nicht. So muss im dargestellten Aufgabenbeispiel mit freier Aufgabenstellung sowohl die Anordnung der Farben als auch die Anzahl der Punkte auf den Steinen beachtet werden.