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conText - Trainingsinhalte


Bei conText erarbeiten Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe Zusammenfassungen von Sachtexten, die vom Programm automatisch analysiert werden. Die Rückmeldung wird mit Hilfe einer Technologie aus dem Bereich der automatischen Sprachverarbeitung, der sog. latenten semantischen Analyse (LSA), generiert. Die LSA dient dazu, Textinhalte mathematisch zu repräsentieren und zu vergleichen. Aus der Arbeit mit den Texten leitet sich das Akronym des Programms ab (conText = mit Texten arbeiten, aber auch aus dem Zusammenhang erschließen).

Das Programm enthält insgesamt 20 verschiedene Sachtexte aus den drei Themengebieten "Biologie und Psychologie", "Kultur und Technik" sowie "Naturphänomene". Diese vorab bereitgestellten Übungstexte sind innerhalb jedes Themengebietes in aufsteigender Schwierigkeit angeordnet. Sie variieren sowohl in der Länge als auch in der sprachlichen Komplexität. Während sich die einfacheren Texte bereits in den ersten Klassen der Sekundarstufe einsetzen lassen, können die schwierigsten Texte über die gesamte Schulzeit hinweg verwendet werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, mithilfe des Editors eigene Sachtexte einzugeben.


Übungsprinzipien

Das Programm setzt das didaktische Prinzip des gelenkten Übens am Computer um: Die Nutzer erhalten Rückmeldungen darüber, wie gut die von ihnen geschriebenen Zusammenfassungen den Originaltext inhaltlich abdecken. Anschließend haben sie die Möglichkeit, ihren Entwurf weiter zu verbessern. Hierdurch wird die Motivation begünstigt, sich intensiv mit dem Text auseinanderzusetzen. Gleichzeitig wird das Leseverständnis trainiert, da die Schülerinnen und Schüler die grundlegenden kognitiven Prozesse und Strategien des verstehenden Lesens implizit erlernen.


Programmgestaltung

Hier einige Beispieloberflächen aus dem Programm (zum Vergrößern bitte anklicken):

Der Startbildschirm bietet die Möglichkeit, neue Profile anzulegen und vorhandene Profile zu laden. Im Textauswahlfenster kann ein Sachtext zum Zusammenfassen ausgewählt werden. Die Texte sind dabei als ,Bücher' gruppiert.
Der Startbildschirm bietet die Möglichkeit, neue Profile anzulegen und vorhandene Profile zu laden.


Im Textauswahlfenster kann ein Sachtext zum Zusammenfassen ausgewählt werden. Die Texte sind dabei als ,Bücher' gruppiert.
Während des eigentlichen Trainings erscheint im oberen Abschnitt des Bildschirms eine Fortschrittsanzeige. Darunter werden
		im Verlauf des Trainings entweder der Originaltext, die Zusammenfassung oder die Ergebnisrückmeldung eingeblendet. Die Ergebnisrückmeldung erfolgt einerseits bezogen auf die einzelnen Abschnitte des Originaltextes und zum anderen 
		auf die Gesamtqualität (Diagramm auf der rechten Seite). Im konkreten Fall ist Abschnitt 1 hervorragend, Abschnitt 2 mittel und Abschnitt 3 schlecht abgedeckt.
Während des eigentlichen Trainings erscheint im oberen Abschnitt des Bildschirms eine Fortschrittsanzeige. Darunter werden im Verlauf des Trainings entweder der Originaltext, die Zusammenfassung oder die Ergebnisrückmeldung eingeblendet. Die Ergebnisrückmeldung erfolgt einerseits bezogen auf die einzelnen Abschnitte des Originaltextes und zum anderen auf die Gesamtqualität (Diagramm auf der rechten Seite). Im konkreten Fall ist Abschnitt 1 hervorragend, Abschnitt 2 mittel und Abschnitt 3 schlecht abgedeckt.

Übungssequenz

Durch das Auswählen eines Textes startet der Trainingsprozess. Die einzelnen Trainingsabschnitte des Programms werden standardmäßig sequenziell durchlaufen, können bei Bedarf aber auch gezielt angewählt werden (siehe Abbildung):


  1. Einer der Sachtexte wird ausgewählt.
  2. Das Programm gibt einige kurze Hinweise zur Bedienung und zum Vorgehen beim Zusammenfassen von Texten.
  3. Der ausgewählte Sachtext wird dargeboten und soll von den Nutzern aufmerksam gelesen werden.
  4. Die Schülerinnen und Schüler beginnen mit dem Schreiben der Zusammenfassung. Währenddessen erhalten sie eine simultane Rückmeldung über die Länge der Zusammenfassung. Wie in einer Textverarbeitung werden unbekannte Wörter als potenzielle Falschschreibungen markiert. Außerdem werden plagiierte Textstellen gekennzeichnet. Die Zusammenfassung muss also in eigenen Worten erfolgen.
  5. Die Zusammenfassung wird auf einige grundlegende stilistische Merkmale überprüft, z.B. auf die Anzahl unterschiedlicher Wörter, die Satzlänge und auf die Verwendung obszöner Begriffe. Erst wenn bestimmte Mindestanforderungen erfüllt sind, kann weitergearbeitet werden.
  6. In der nun folgenden Satzanalyse werden Sätze markiert, die potenziell irrelevant sind, da sie inhaltlich nur eine geringe Übereinstimmung mit Sätzen des Originaltextes aufweisen. Außerdem wird überprüft, wie ähnlich sich die Sätze untereinander sind. Ziel dabei ist es, die Prägnanz der Zusammenfassung zu erhöhen, indem redundante Inhalte entfernt werden.
  7. Zum Schluss erhalten die Nutzer eine Rückmeldung über die inhaltliche Abdeckung der einzelnen Teilabschnitte des Originaltextes sowie eine Gesamtbewertung in Form von Balkendiagrammen. Sie können nun entscheiden, ob sie ihren Entwurf überarbeiten möchten oder ob sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Insgesamt kann ein Text zehnmal überarbeitet werden.

Überblick
Latente Semantische Analyse